Leistungen

Operative Behandlung der Wirbelsäule.
Operativ und konservativ können Beschwerden der Wirbelsäule behandelt werden.

Konservative Therapie

Viele Beschwerden der Wirbelsäule können mit konservativen Methoden behandelt werden.

Dazu zählen:

  • Korsett-Therapien
  • Stationäre minimal-invasive Therapien
  • Facetteninfiltrationen, periradikuläre Infiltrationen, epidurale Überflutungen

Grundlagen
Rückenschmerz ist eine der häufigsten Ursachen aus welcher Patienten einen Arzt aufsuchen. Oft sind die Schmerzen nur phasenweise vorhanden und von selbst wieder rückläufig. Bei anhaltenden Beschwerden sollte jedoch der Orthopäde aufgesucht werden. In der Regel helfen bereits Medikamente und physiotherapeutische Anwendungen. Sollte dies erfolglos bleiben ist eine bildgebende Diagnostik durch ein MRT (Kernspintomographie) erforderlich, um ernsthafte Erkrankungen nachzuweisen bzw. auszuschließen.

Wann ist eine konservative Therapie angezeigt?
Rückenschmerzen, welche bereits vom Hausarzt oder Orthopäden behandelt worden sind und sich dennoch nicht bessern, bedürfen evtl. einer erweiterten stationären Schmerztherapie. Um dies abzuklären laden wir unsere Patienten in unsere Wirbelsäulensprechstunde ein. Im Idealfall liegt zu diesem Zeitpunkt bereits ein aktuelles MRT-Bild vor, so dass die Schmerzursache abgeleitet werden kann. Eine Vielzahl an Wirbelsäulenveränderungen kann Rückenschmerzen verursachen , wie z.B. Verschleiß, Bandscheibenvorwölbungen oder –vorfälle, Wirbelgleiten, Spinalkanalstenosen etc. Diese müssen aber nicht unbedingt operiert werden. Dafür bieten wir unsere stationäre minimalinvasive Wirbelsäulentherapie an.

Wie läuft eine Schmerztherapie ab?
Im Rahmen der Therapie erhalten die Patienten täglich krankengymnastische Anwendungen, Physiotherapie und zusätzlich Medikamente. Vor allem aber findet täglich eine gezielte Injektionsbehandlung direkt an der Wirbelsäule statt. Diese bilden die 3 Säulen unserer Schmerzbehandlung (s.Abb).

 

Wir beherrschen ca. 10 unterschiedliche Techniken um unterschiedliche schmerzauslösende Strukturen der Wirbelsäule zu erreichen (Wirbelgelenke, Bandescheibe, Nervenwurzel, Spinalkanal etc). Dies sind die 3 Säulen unserer Schmerzbehandlung:

 

Welche Erfolgsaussichen bestehen?

Bei 70-80% unserer Patienten können wir die bestehenden Schmerzen deutlich verbessern. Allerdings bleibt dann abzuwarten wie lange der Erfolg andauert. Hier sind sowohl langfristige Schmerzlinderungen über viele Monate oder sogar Jahre möglich.
Bei nur kurzfristigem Erfolg von wenigen Tagen oder Wochen muss dann über Behandlungsalternativen gesprochen werden. Die Ärzte im Wirbelsäulenteam werden Sie dann über nicht operative oder aber auch ggf. mögliche operative Therapieformen informieren. 

Informationen und Termine zur Behandlung erhalten Sie in unserer Wirbelsäulensprechstunde

Grundlagen
Schmerzen des unteren Rückens sind ein sehr häufiges Problem und durchziehen fast alle Altersstrukturen. Die Ursachen können vielfältig sein wie z.B. Verschleisszeichen der Wirbelsäule, Bandscheibenschäden, Wirbelgleiten, Arthrose der kleinen Wirbelgelenke etc. Bei anhaltenden Schmerzen des unteren Rückens trotz Behandlung durch den Hausarzt oder niedergelassenen Orthopäden, kann eine Thermokoagulation („Verödung“) der kleinen Wirbelgelenke die Schmerzsituation verbessern und Schmerzen lang anhaltend lindern.

Wann ist eine Verödung angezeigt?
Wir bieten eine stationäre Schmerztherapie mit Wirbelsäulennahen Injektionen an (siehe Infobroschüre: Die Rückenschmerztherapie in Volmarstein). Während dieser Therapie wird u.a. eine gezielte Injektion an die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) verabreicht. Sollte nach dieser Injektion über mehrere Stunden eine deutliche Schmerzlinderung (>50% des Gesamtschmerzes) oder sogar zeitweise Schmerzfreiheit bestehen, so können die Wirbelgelenke als Hauptschmerzverursacher identifiziert werden.

Wie läuft die Behandlung ab?
Bei wiederkehrenden Schmerzen ist als nächster Schritt eine „Verödung“ dieser Wirbelgelenke möglich. Hierbei wird eine Sonde an die Wirbelgelenke platziert. Die Spitze der Sonde wird nun erhitzt (ca. 90°C) und das direkt umliegende Gewebe (Wirbelgelenkskapsel mit schmerzleitenden Nerv) wird dadurch „verödet“ (auch „verbrannt, verkocht“). Diese sogenannte „Thermokoagulation der lumbalen Facettengelenke“ lindert die Schmerzen in etwa so erfolgreich wie die zuvor durchgeführte „Testspritze“, nur das die Wirkung deutlich länger anhalten kann. Da sich im Laufe der Zeit solche „verbrannten“ Nervenendigungen wieder neu bilden, können Schmerzen theoretisch nach 3-4 Monaten wiederkehren. Oftmals kann jedoch eine längerfristige Beschwerdeminderung erzielt werden. Eine Wiederholung der Maßnahme ist im Erfolgsfall aber wieder möglich.

 

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Die Thermokoagulation ist mit einem stationären Aufenthalt von 3 Tagen in der Regel verbunden. Eine Narkose benötigen die Patienten hierfür nicht, da der Eingriff kaum aufwendiger ist, als die zuvor getestete Injektion an gleicher Stelle (Wirbelgelenke).

Wie erfolgt die Nachbehandlung?
Eine spezielle Nachbehandlung ist nicht erforderlich. Im Idealfall erfreuen sich die Patienten bereits am Tag des Eingriffs an Ihrer neu gewonnenen Schmerzlinderung und sollten fortan durch Wirbelsäulengymnastik und sportliche Aktivität zu einem lang anhaltenden Erfolg beitragen.

 

Informationen und Termine zur Behandlung erhalten Sie in unserer Wirbelsäulensprechstunde


Operative Therapie

Operativ bietet der neue Spezialist alle Möglichkeiten der Wirbelsäulenchirurgie an:

  • Mikroskopische Bandscheibenoperationen
  • Dekompressionsoperationen bei Spinalkanalstenose
  • Mono- und mehrsegmentale Versteifungsoperationen
  • (Spondylodesen) bei degenerativen, traumatischen, entzündlichen und tumorbedingten Instabilitäten
  • Revisions- und Korrekturoperationen bei traumatischen Fehlstellungen
  • Künstliche Bandscheibenersatzoperationen
  • Korrektur von Wirbelsäulenfehlstellungen beim Wirbelgleiten (Spondylolisthese)
  • Tumorchirurgie einschließlich Wirbelkörperersatzoperationen
  • Skoliose-Operationen (VEPTR-Operationen / Wachstumstäbe / Halo-Traktionen / Aufrichtungsspondylodesen)


Grundlagen
Der enge Wirbelkanal (Spinalkanalstenose) beeinträchtigt die Nerven am Rücken, welche unsere Beine versorgen. Bei zunehmender Belastung können sich diese Nerven aufgrund der Reizung an der Engstelle schmerzhaft bemerkbar machen. Die maximale Gehstrecke am Stück kann hierdurch limitiert werden („Schaufensterkrankheit“). In schweren Fällen beträgt die mögliche Gehstrecke weniger als 100 Meter und es können Kraftminderungen an der Beinmuskulatur (Lähmungen) hinzukommen. Je nach Schweregrad der Symptome wird das nötige Ausmaß an Therapie bestimmt. Es können operative und nichtoperative (konservative) Therapiemethoden zur Anwendung kommen.

Wann ist eine Operation angezeigt?
Bei milder Schmerzsymptomatik und nur leichter Einschränkung der Gehstrecke ohne Lähmungserscheinungen besteht die Möglichkeit einer konservativen Therapie mit abschwellenden, entzündungshemmenden Medikamenten. Zudem können spezielle (entlordosierende) krankengymnastische Übungen die Symptomatik verbessern. Auch eine stationäre Schmerztherapie mit wirbelsäulennahen Injektionen kann hier Linderung bescheren (siehe Broschüre: Die Rückenschmerztherapie in Volmarstein).
Sollte trotz o.g. Maßnahmen keine zufriedenstellende Linderung eingetreten sein, die Gehstrecke zunehmend kürzer werden oder Lähmungen auftreten, so steht dann die operative Therapie im Vordergrund.

Wie wird die Operation durchgeführt?
Über einen ca. 4cm kurzen Hautschnitt im Lendenwirbelsäulenbereich erreicht der Operateur den Spinalkanal und kann unter Anwendung eines Operationsmikroskops Knochen- und Bindegewebe entfernen, welches zu einer Einengung von Nerven führt. Die Wirbelbögen werden verdünnt und die verdickten und verkalkten Bänder entfernt. Bei der Erweiterung des Spinalkanals wird darauf geachtet die Grundstruktur des Wirbels zu erhalten, um die Stabilität der Wirbelsäule sicherzustellen und das Risiko für Anschlussdegenerationen zu minimieren. Besteht jedoch bereits eine Instabilität mit erkennbarem Wirbelgleiten muss zusätzlich zu der Erweiterung des Spinalkanals oftmals eine Versteifung durchgeführt werden (siehe Broschüre Wirbelgleiten).

Sinalkanalstenose vor und nach der OP
    


Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Nach erfolgtem Eingriff ist in der Regel lediglich ein kurzer stationärer Aufenthalt von ca. 1 Woche erforderlich. Schon am ersten Tag nach der Operation kann der Patient wieder aufstehen. Sobald eine beschwerdearme, selbständige und sichere Mobilität bei trockenen Wundverhältnissen vorliegt, erfolgt die Entlassung in die häusliche Umgebung.

Wie erfolgt die Nachbehandlung?
Postoperativ erfolgt in unserem Hause die Versorgung mit einer modularen Lumbal-Orthese, welche für 6 Wochen in fixierender Form und im Anschluss ggf. weitere 6 Wochen in flexibler Form getragen werden sollte. Eine leichte sportliche Betätigung ist bereits 6 Wochen nach dem Eingriff möglich. Eine stärkere sportliche Betätigung kann 3 Monate nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden.

Inwieweit derartige Verengungen bei Ihnen Vorliegen und welche Behandlung bei Ihnen die angemessene ist, kann im Rahmen eines persönlichen Gespräches in unserer Wirbelsäulensprechstunde erörtert werden.

Grundlagen

Das Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) ist eine leichte Instabilität an der Wirbelsäule zwischen zwei Wirbeln (meist zwischen 4. und 5. Lendenwirbel oder zwischen 5. Lendenwirbel und 1. Kreuzbeinwirbel). Hierbei kommt es zwischen den Wirbeln zu einer Art „Wackelsituation“. Hier ist etwas mehr Bewegung untereinander möglich als normal. Dies führt langfristig zu schnelleren Verschleiß der Bandscheibe und der Wirbelgelenke, welche diese „Mehrbewegung“ mitmachen müssen. Bewegungs- und belastungsabhängige tiefe Rückenschmerzen könne die Folge sein.
In selteneren schweren Fällen können Nervenstrukturen durch auftretende Engstellen beeinträchtigt werden und zu neurologischen Ausfallerscheinungen führen. In solchen Fällen wäre bei neu aufgetretenen muskulären Lähmungen an den Beinen eine Operation zur Entlastung der Nerven das Mittel der Wahl.

Wann ist eine Operation angezeigt?
In den allermeisten Fällen treten solche neurologischen Defizite nicht auf, so dass die Schmerzproblematik und Bewegungseinschränkung das einzige Problem darstellt. Hierbei wird zunächst die „nichtoperative Therapie“ bevorzugt und ausgeschöpft. Bei dieser steht die Kräftigung der Rumpfmuskulatur im Vordergrund, um die „Wackelsituation“ der Lendenwirbelsäule muskulär zu stabilisieren. Gegen auftretende Schmerzen können zunächst Medikamente eingesetzt werden. Sollte der Schmerz hiervon jedoch nicht besser werden bieten wir unsere stationäre Rückenschmerztherapie mit diversen Injektionstechniken an der Wirbelsäule an. Sollten tatsächlich nervliche Ausfallerscheinungen aufgrund des Wirbelgleitens auftreten oder die Schmerzsituation auch mit stationärer Schmerztherapie nicht mehr verbessert werden können, dann steht die Operation im Vordergrund.

Wie wird die Operation durchgeführt?
Hierbei wird in minmal-invasiver Technik ein Schrauben- und Stabsystem an das Wirbelgleiten eingebracht und damit fixiert (siehe Röntgenbild oben). Ein „Wackeln“ ist nun nicht mehr möglich.
Zudem kann der Operateur über einen ca. 4cm kurzen Hautschnitt im Lendenwirbelsäulenbereich den Spinalkanal erreichen und unter Anwendung eines Operationsmikroskops Knochen- und Bindegewebe entfernen, welches zu einer Einengung von Nerven führt.

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Nach erfolgtem Eingriff ist in der Regel lediglich ein kurzer stationärer Aufenthalt von ca. 1 Woche erforderlich. Schon am ersten Tag nach der Operation kann der Patient wieder aufstehen. Sobald eine beschwerdearme, selbständige und sichere Mobilität bei trockenen Wundverhältnissen vorliegt, erfolgt die Entlassung in die häusliche Umgebung. Unser Sozialdienst unterstützt Sie bei der Beantragung einer anschließenden Rehamaßnahme (stationär/ambulant), welche im Regelfall 6 Wochen nach dem Eingriff von zu Hause angetreten wird.

Wie erfolgt die Nachbehandlung?
Postoperativ erfolgt in unserem Hause die Versorgung mit einer modularen Lumbal-Orthese, welche für 3 Monate in fixierender Form und im Anschluss ggf. weitere 3 Monate in flexibler Form getragen werden sollte. Eine leichte sportliche Betätigung ist bereits 6 Wochen nach dem Eingriff möglich. Eine stärkere sportliche Betätigung kann 3 Monate nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden. Eine Wiedervorstellung in unserer Sprechstunde zur klinisch-radiologischen Verlaufskontrolle erfolgt 6 Wochen postoperativ, idealerweise vor Beginn der Rehamaßnahme.

 

Röntgenbild vor und nach der OP

      

 

Genauere Informationen zum Wirbelgleiten, der operativen und nicht-operativen Therapie erhalten Sie im Rahmen unserer Wirbelsäulensprechstunde

Grundlagen
Schlechte Knochenqualität (Osteoporose) ist die häufigste Ursache für Wirbelkörperbrüche, welche vorwiegend ältere Menschen und insbesondere Frauen erleiden. Ein leichter Sturz (Bagatelltrauma) reicht dann oft schon aus um einen Bruch zu verursachen. Doch selbst ohne ein vorheriges Unfallereignis kann es zu Brüchen der Wirbelkörper kommen.
Diese sind dann typischerweise in der Höhe „eingestaucht“ (siehe Abb.1)  und Patienten beschreiben langanhaltende stärkste Rückenschmerzen, welche bei Bewegung schlimmer werden. Im Verlauf von Tagen und Wochen kann die Stauchung des Wirbels zu einer zunehmen den Verformung bis hin zur Abknickung der Wirbelsäule mit Ausbildung eines Rundrückens (Kyphose) führen.

Wann ist eine Operation angezeigt?
Sind die Schmerzen durch Medikamenteneinnahmen nicht zu beheben, besteht die Möglichkeit stabile Wirbelkörperfrakturen mittels Zement zu stützen. Dies kann die weitere Verformung und Knickbildung aufhalten oder verhindern. Bei instabilen Frakturen hingegen ist eine Kyphoplastie oftmals nicht möglich und stattdessen eine Stabilisierung mittels eines Stab-Schrauben-Systems notwendig.

Wie wird die Operation durchgeführt?
Hierzu werden über ca. 1cm lange Hautschnitte unter Röntgenkontrolle zwei Hohlnadeln in den Wirbelkörper eingeführt. Über diese wird ein Ballonsystem eingebracht und „aufgepumpt“. Der Wirbelkörper wird wieder aufgerichtet und der neu geschaffene Hohlraum mit Knochenzement aufgefüllt (siehe Abb.2). Hierbei handelt es sich um einen medizinischen Kunststoff, der im Körper innerhalb von wenigen Minuten aushärtet und die Knochenstrukturen stabilisiert, sodass bereits am Tag der OP eine Vollbelastung bei verbesserter Schmerzsituation möglich ist.

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Nach erfolgtem Eingriff ist in der Regel lediglich ein kurzer stationärer Aufenthalt von 1-2 Tagen erforderlich.

Wie erfolgt die Nachbehandlung?
Weitere Nachuntersuchungen sind bei Schmerzfreiheit nicht notwendig. Auf eine Fortsetzung der Medikamenteneinnahme und Kräftigungsübungen für die Rückenmuskulatur kann jedoch nicht verzichtet werden, da die Grunderkrankung nicht geheilt ist und angrenzende Wirbel sonst ebenfalls einbrechen könnten.

Informationen und Termine zur Behandlung erhalten Sie in unserer Wirbelsäulensprechstunde.

Grundlagen
Der Bandscheibenvorfall (auch Prolaps) ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal austreten und zu einer Reizung der Nerven führen. Die Ursache ist häufig eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben, jedoch kann ein Bandscheibenvorfall auch ohne äußeren Anlass entstehen. Interessanterweise kann selbst ein großer Vorfall beschwerdefrei verbleiben, wenn er an einer Stelle auftritt, wo Nervenfasern ausweichen können. Solche Bandscheibenvorfälle werden häufig als Zufallsbefund entdeckt, ohne dass sie für den Patienten von Bedeutung sind und behandelt werden müssen. Andererseits kann schon ein kleiner Bandscheibenvorfall, der unmittelbar auf eine Nervenwurzel drückt, erhebliche Schmerzen, Kribbelerscheinungen, Taubheitsgefühle bis hin zu Lähmungen, Inkontinenz oder Impotenz verursachen. Hierbei hat jede Nervenwurzel ein charakteristisches Muster von Schmerzausstrahlung und Lähmungsbild.

Wann ist eine Operation angezeigt?
Lassen sich die Beschwerden durch spezielle konservative Behandlungsverfahren (Infiltrationen, Schmerztherapie etc.) verbessern, so sollte eine Operation vermieden werden. Wenn jedoch alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und Schmerzen oder Lähmungen dennoch fortbestehen, muss eine Operation in Erwägung gezogen werden, um die Lebensqualität wiederherzustellen. Hierbei ist zu beachten, dass je länger eine Gefühlsstörung oder Lähmung vor der Operation besteht, die Chancen einer vollständigen Erholung zunehmend geringer werden.

Wie wird die Operation durchgeführt?
Die Operation wird üblicherweise mit Hilfe eines Operationsmikroskops durchgeführt, welches eine optimale Sicht und somit die sichere Unterscheidung zwischen Bandscheiben- und Nervengewebe ermöglicht. Es handelt sich um ein sehr schonendes Operationsverfahren, denn ein nur ca. 4 cm langer Hautschnitt reicht aus um unter dem Mikroskop in tieferen Gewebsschichten den Bandscheibenvorfall und die geschädigte Nervenwurzel sicher behandeln zu können. Anschließend werden alle lockeren Bandscheibenanteile entfernt und Raum für die Nervenwurzel geschaffen, damit diese sich wieder erholen kann.

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Nach erfolgtem Eingriff ist in der Regel lediglich ein kurzer stationärer Aufenthalt von wenigen Tagen erforderlich. Schon am ersten Tag nach der Operation kann der Patient wieder aufstehen. Sobald eine beschwerdearme, selbständige und sichere Mobilität bei trockenen Wundverhältnissen vorliegt, erfolgt die Entlassung.

Wie erfolgt die Nachbehandlung?
Postoperativ erfolgt in unserem Hause die Versorgung mit einer modularen Lumbal-Orthese, welche für 6 Wochen in fixierender Form und ggf. im Anschluss weitere 6 Wochen in flexibler Form getragen werden sollte. Eine leichte sportliche Betätigung ist bereits 6 Wochen nach dem Eingriff möglich. Eine stärkere sportliche Betätigung kann 3 Monate nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden.

Informationen und Termine zur Behandlung erhalten Sie in unserer Wirbelsäulensprechstunde.