Aktuelles RSS-Feed abonnieren

Zurück zur Übersicht

Experten informierten zum Thema Rücken

„Ich hab‘ Rücken – was nun?“, so lautete der Titel einer Veranstaltung im Feierabendhaus Schwelm. Experten der Orthopädischen Klinik Volmarstein (Wirbelsäulenchirurgie) boten Vorträge und Informationen rund um das Thema.

„Harmloser Rückenschmerz oder ernsthafte Erkrankung?“ Mit diesem Thema beschäftigte sich Marcel Lenth, Assistenzarzt der Wirbelsäulenchirurgie in der Fachklinik in Volmarstein. Oberarzt Thomas Roin beantwortete dann die Frage: „Was kann ich von zuhause aus tun?“ Dr. Axel Scharfstädt, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie in der Orthopädischen Klinik Volmarstein, beschreibt in seinem Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen der konservativen Therapie. „Muss ich wirklich operiert werden?“, so lautete das Thema seines Vortrags.

„Es gibt sehr gute Therapiekonzepte in der Wirbelsäulenchirurgie, die helfen, den Schmerz zu lindern“, betont Chefarzt Dr. Scharfstädt. „Da ca. 90% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit Rückenbeschwerden machen, ist es wichtig, dass die Schmerzursache inklusive der Lebenssituation des Patienten gründlich abgeklärt wird und alle Professionen fachübergreifend gut zusammenarbeiten.“

"Rückenschmerzen sind zumeist unkompliziert", so Marcel Lenthe. Unspezifischer Rückenschmerz tritt häufig auf. Er ist meist harmlos und selbstlimitierend. Daher bedarf er keiner spezifischen Therapie. "Wenn der Schmerz aber nach wenigen Tagen nicht nachlässt, muss ein Arzt konsultiert werden, denn der Schmerz kann sonst in eine chronische Form übergehen", so der Arzt der Wirbelsäulenchirurgie in Volmarstein.

Spezifischer Rückenschmerz hat eine krankhafte, körperliche Ursache, die diagnostizierbar ist (Röntgen, CT, MRT) und einer spezifischen Therapie bedarf. Auch lang anhaltende Schmerzen (> 6 Wochen) und neu aufgetretene Defizite sollten orthopädisch abgeklärt werden. "Verschleiß ist keine Erkrankung, sondern gehört zum Leben dazu", so der Arzt.

In seinem Vortrag beschrieb Chefarzt Dr. Scharfstädt Gründe für eine OP:

  • Schmerzen, die sich konservativ nicht verbessern
  • eine Lähmung
  • eine Claudicatio (zeitweise Hinken bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit)
  • eine Instabilität (Wirbelgleiten / Bruch / Entzündung / Tumor)

Der Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie erläuterte in verständlichen Worten, wie eine Operation früher aussah und wie moderne Operationsverfahren angewendet werden. "Früher wuden große Schnitte gemacht. Die sind heute zum Glück nur noch sehr selten nötig", so Dr. Scharfstädt. Mikoskopische Operationen, minimalinvasive udn endopskopische Verfahren, die heute eingesetzt werden, verletzten viel weniger Gewebe und ermöglichen bestmögliche Operationsergebnisse. "Auch die Schmerzen sind geringer und die Mobilität nach der OP ist wesentlich besser", so der Chefarzt. Durch die Überwachung der Nervenbahmen (Neuromonitoring) werden Verletzungen der Nerven vermieden. Durch diese modernen Methoden ist eine maximaleSicherheit für den Patienten möglich.

An Informationsständen konnten die Besucher Wirbelsäulen-Implantate und Hilfsmittel ansehen und ihre persönlichen Fragen an die Ärzte richten.