Leistungen

Die Ärzte der Tumororthopädie beraten über Behandlungsmöglichkeiten.
Die Abteilung hat sich auf die Behandlung von Tumoren des Bewegungsapparates spezialisiert.

Jegliche unklare Schwellung oder Schmerzen der Extremitäten und Wirbelsäule sollten auch an einen Tumor denken lassen.

Wurde früher die Streuung eines Tumors in die Knochen als unheilbares Endstadium der Erkrankung gesehen, sollte dies heute sehr viel differenzierter betrachtet werden, denn unter Umständen kann durch eine vollständige Entfernung der Metastasen auch eine langfristige Tumorfreiheit oder Heilung erreicht werden.

Eine große Anzahl nicht tumoröser, tumorähnlicher Läsionen wie Zysten oder die Fibröse Dysplasie müssen in der diagnostischen Überlegung mit berücksichtigt werden. Letztlich kann bereits ein Großteil dieser Befunde durch sorgfältige Beurteilung der bildgebenden Untersuchungen sicher diagnostiziert, der durch die Diagnose eines "Tumors" im Skelettsystem verunsicherte Patient beruhigt werden.

Aufgrund der relativen Seltenheit dieser Erkrankungen bedarf es allerdings der großen Erfahrung eines in Klassifikation und Therapie spezialisierten Expertenteams. Gerade die gravierenden Folgen einer Fehlinterpretation mit der Gefahr einer falschen oder ungünstigen Behandlung lassen Diagnostik und Therapie von Knochen- und Weichteiltumoren an spezialisierten Zentren angeraten erscheinen.

Bei der Behandlung von Knochen- und Weichteiltumoren sind, je nach Art und Lokalisation des Tumors, verschiedene Behandlungskonzepte möglich. Hochmoderne Untersuchungsverfahren können die Tumorausbreitung heutzutage exakt erfassen. Dadurch wird der Einsatz von modernen Operationsmethoden mit guten funktionellen Ergebnissen ermöglicht und es kann im Zusammenhang mit Chemo- bzw. Strahlentherapie, selbst bei bösartigen Knochen- und Weichteiltumoren, eine Amputation oft vermieden werden. In unserer Klinik kann so für den individuellen Patienten ein Therapiekonzept entworfen werden, das seiner Erkrankung gerecht wird.

Die postoperativ notwendige differenzierte Nachbehandlung wird an der Klinik angeboten und erfolgt in enger Kooperation mit den mitbehandelnden Fachkollegen. Im Rahmen der Tumornachsorge erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen nach Maßgabe der aktuellen onkologischen Behandlungsstrategien.

In Deutschland werden pro Jahr ca. 180.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt, der Anteil der Revisionsoperation beträgt bereits heute ca. 20 %, wobei die Tendenz weiter steigend ist.

Wie bei den primären Operationen gibt es auch bei den Wechseloperationen im Wesentlichen zwei verschiedene Verankerungsmöglichkeiten des Implantates im Knochen: zementfreie, und damit biologisch "einheilende" sowie zementierte und damit sofort belastbare Prothesen.

Entscheidend für den Erfolg der Operation ist die Auswahl der geeigneten Prothese für den jeweiligen Patienten. Dabei spielen Alter, Knochenqualität und Aktivität (z. B. Sport) des Patienten eine Rolle. Nach Beratung und Planung werden Endoprothesen von international anerkannten Herstellern und höchster Qualität eingesetzt. Die operative Technik ist individuell der Situation des Patienten angepasst. Endoprothesenwechsel, insbesondere bei Prothesenlockerungen oder Lockerungen von Komponenten (Schaft oder Pfanne), erfordern besondere Erfahrungen in der Revisionschirurgie und eine entsprechende Implantatauswahl. Ziel ist eine alters- und funktionsgerechte Patientenversorgung.