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„In guten Händen“

„In guten Händen – Fünf Ursachen der kranken Hand“, so lautete der Titel des Vortrags, zu dem die Orthopädischen Klinik Volmarstein eingeladen hatte. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren viel über typische Krankheitsbilder und moderne Behandlungsmethoden.

Referent Dr. med. Mohamed Arafkas, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie, ist seit April ist Dr. Arafkas in der Ev. Stiftung Volmarstein tätig. In seinem Vortrag erläuterte er Krankheitsbilder wie Dupuytren'sche Kontraktur (Verdickte Stränge und Knoten in der Hand, eingekrümmte Finger) oder das Karpaltunnel - Syndrom (Kribbelnde Finger, nächtliche Schmerzen und Taubheit). Er erklärte, welche Symptome für welche Erkrankung typisch sind und was man dagegen tun kann. "Die Operation ist immer der letzte Schritt", betonte der Handchirurg. "Aber wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkung die Lebensqualität beeinträchtigen ist sie die richtige Lösung."

Vor der Operation sei eine neurologische Untersuchung ganz wichtig, so der Arzt. Sie gebe Auskunft darüber, ob die Erkrankung die Nervenbahnen einengt. Handoperationen werden meist in einer Teilnarkose durchgeführt und in der Regel dauern sie nicht lange. Mit Bildern und einfachen Erklärungen beschreib Dr. Arafkas die einzelnen Operationsmethoden.

"Die Operation ist aber nur der erste Schritt. Die richtige Nachbehandlung ist ganz wesentlich", betont der Chefarzt. "Daher bin ich auch sehr froh, dass wir hier die richtigen Experten für die Nachbehandlung direkt vor Ort in den Kliniken haben." Der Handchirurg arbeitet sehr eng mit den Ergotherapeutinnen des Therapiedienste Volmarstein zusammen.  

Die beiden Expertinnen Yvonne Grote und Marion Kammler berichteten in einem zweiten Vortrag über die Leitungen und Behandlungsmöglichkeiten im Therapiezentrum Orthopädische Klinik. Neben ergotherapeutischen Übungen zeigten sie eine Vielzahl von verschiedenen Handorthesen, die im Therapiezentrum Volmarstein individuell angepasst oder auch hergestellt werden.

Nach dem Vortrag nutzen die Zuhörer die Gelegenheit, den persönlichen Rat der Experten einzuholen. Sowohl Chefarzt Dr. Arafkas als auch Yvonne Grote und Marion Kammler beantworteten noch viele Fragen. 

Dr. med. Mohamed Arafkas ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie. Seit 2009 arbeitete er in einem Krankenhaus der Maximalversorgung in Wuppertal. Seit 2013 war er dort als Oberarzt tätig, seit 2016 als kommissarischer Chefarzt. „Die Stiftung Volmarstein mit den drei Kliniken bietet mir ein breites Spektrum“, betont der 37-Jährige. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Handchirurgie sowie in der Rekonstruktiven Chirurgie.  So operiert er Patientinnen nach operativer Behandlung von Tumorleiden (Brustkrebs, Haut- und Weichteiltumore), nach Unfällen, bei chronischen Wunden oder Verbrennungsfolgen. Bei seinen OPs nutzt er die modernsten Methoden der Mikrochirurgie.